Ach, ich bin’s

 

Das Ich hat viele Namen.
Das ist so ähnlich wie mit der Klingelton Zuweisung im Handy; ein spezieller Klingelton und man weiß sofort, wer anruft. Ich werde angesprochen und kann schon mal die Schublade für meinen Gesprächspartner aufmachen. Auf „Ey“ reagiere ich eher selten und wenn dann wohl von vornherein missgelaunt. Relativ neutrale Reaktionen ruft ein „Jörg“ hervor, wobei selbstredend die Intonation eine Rolle spielt. Bei „Josch“ muss ich die Schublade aufmachen, die immer wieder regelmäßig geölt werden muss. Das ist so der Klingelton aus den 80ern. In der Regel weiß ich dann: da kennt mich aber jemand schon länger.

Ich wohne im schönen Frankfurt mit diversen Kindern und diversen – nee Moment – mit einer Frau. Bei Petterson und Findus heißt es irgendwo:“Nee, eine ganze Frau ist mir zu viel.“ oder so ähnlich. Da mir die Entscheidung darüber, welcher Teil meiner Frau zu bevorzugen wäre, unmöglich erscheint, lasse ich sie lieber ganz – also sowohl die Entscheidung, als auch die Frau.

Ich arbeite. Regelmäßig. Ich schlafe. Unregelmäßig. Ich treibe Sport. Zu wenig. Das allerdings wird im Universum direkt durch meine Frau ausgeglichen. Die gängige Sport-Sleep-Balance ist also intrafamiliär gewährleistet.

Mein Alter liegt so zwischen 40 und 50. Diese Angabe hat den Vorteil, dass ich nicht jedes Jahr den Text ändern muss.

Da es prinzipiell keinem schadet, jedenfalls nach meinen bisherigen Erkenntnissen, wenn er nichts von mir weiß, soll’s das jetzt auch gewesen sein, mit Informationen über mein Dasein.

JörgJoschEtc.

Linus

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